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S.M.A.R.T.e Ziele Was macht ein gutes Ziel aus?

Laura Laura

„Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg.“ (Laotse)

Um erfolgreich zu sein - egal in welchem Bereich des Lebens - braucht es ein Ziel. Aber Ziel ist nicht gleich Ziel. Die Psychologie beschreibt dies in sogenannten Zielorientierungen. Dabei wird zwischen Annährungs- und Vermeidungszielen auf der einen und Lern- und Leistungszielen auf der anderen Seite unterschieden.

Es macht Sinn, sich die beiden Definitionen mal genauer anzusehen. Denn bei der Definition deiner Ziele ist es wichtig, wie du diese formulierst - damit sie dir am Ende auch dienlich sind.

Zielorientierungen

Annäherungsziele

Bei Annäherungszielen handelt es sich um Ziele, die das formulieren, was man erreichen möchte. Sie sind stets positiv formuliert.

Vermeidungsziele

Vermeidungsziele definieren eine Situation, die nicht eintreten bzw. verhindert werden soll. Sie sind also negativ formuliert.

Lernziele

Lernziele beschreiben im Detail das, was du am Ende des Tages gelernt haben willst - bezogen auf den Stoff, den du dir vorgenommen hast.

Leistungsziele

Leistungsziele beschreiben ein definiertes Ziel von Leistungen, das innerhalb eines bestimmten Zeitraums angestrebt wird.

Zusammengesetzte Ziele

Die einzelnen Zielorientierungen werden anschließend zusammengesetzt und bilden gemeinsam die Zielformulierung. Um besser verstehen zu können, was dahinter steckt, sehen wir uns mal ein paar Beispiele an:

„Ich will in der nächsten Matheklausur 10 Punkte schreiben, um vor den anderen besser dazustehen.“ – Annährungsleistungsziel

„Ich lerne Mathe, damit die anderen nicht sehen, dass ich mir in Stochastik schwer tue.“ – Vermeidungsleistungsziel

„Ich nehme an einem Mathe-Abivorbereitungskurs teil, weil ich etwas dazu lernen möchte“ – Annäherungslernziel

„Ich nehme an einem Mathe-Crashkurs teil, damit ich nicht schlechter werde und alles vergesse“ – Vermeidungslernziel

S.M.A.R.T.e Ziele

Nun stellt sich die Frage, welches denn das beste Ziel ist? Studien haben gezeigt, dass eine Annäherungslernzielorientierung mit dem größerem Lernzuwachs einhergeht. Formuliere also lieber Annäherungslernziele, um dich positiv zu stimmen.

Um noch einen größeren Impact zu erzielen, gibt es im Feld der Psychologie noch viele weitere Theorien, um Ziele zu definieren. Eine davon wollen wir uns genauer anschauen: Gute Ziele sind smarte Ziele! Und „smart“ steht für:

S – spezifisch
M – messbar
A – attraktiv
R – realistisch
T – terminiert

„Ich will besser in Mathe sein“ ist eine sehr vage Zielformulierung – sie ist weder terminiert, noch spezifisch. Vielleicht messbar, aber das Wort „besser“ bietet jede Menge Spielraum für Interpretationen. Und eins ist wichtig, wenn du ein Ziel formulierst: du sollst nicht erst darüber nachdenken müssen, was es eigentlich bedeutet und wann du es erreicht hast.

Wie wäre es zum Beispiel mit folgendem Ziel: „Ich will bis nächsten Montag Funktionen mithilfe der Kettenregel ableiten können.“ Das ist ein smartes Ziel:

  • Spezifisch: Das Ziel ist konkret formuliert.
  • Messbar: Du kannst es messen, indem du zur Deadline überprüfst, ob du Funktionen mithilfe der Kettenregel ableiten kannst oder nicht.
  • Attraktiv: Das Ziel ist positiv und attraktiv formuliert (die Kettenregel brauchst du in jedem Fall für’s Abi 😉).
  • Realistisch: Das Ziel ist realistisch und erreichbar.
  • Terminiert: Du hast dir die Deadline für Montag gesetzt.

Probier’s gern mal aus: formuliere deine eigenen Lernziele auf deiner Lernreise und achte darauf, dass es möglichst smarte Ziele sind.

Wir wünschen dir dabei viel Spaß und Erfolg!

Wenn du Unterstützung beim Mathe lernen brauchst, komm gerne in unseren Kurs - auch wir arbeiten u.a. mit smarten Zielen! Hier gelangst du direkt zu den Kursterminen

Dieser Artikel wurde von Laura geschrieben und am Sep 12 2021 aktualisiert. Er enthält folgende Themen:
Ziel Zielorientierung SMART