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Was ist eigentlich dein Selbstkonzept?

Laura Laura

Wie nimmst du dich selbst wahr?

Der Begriff Selbstkonzept beschreibt die mentale Repräsentation der eigenen Person - das Wissen über persönliche Eigenschaften, welches man aus dem eigenen Verhalten sowie den eigenen Gedanken und Gefühlen erhält. Es vereint dabei wie du dich selbst wahrnimmst (Selbstbild) und wie du dich gerne sehen möchtest (Idealbild). Selbstkonzepte sind Vorstellungen, Einschätzungen und Bewertungen etc. über die eigenen Eigenschaften und Fähigkeiten (soziales Selbstkonzept). Die Beschreibungen können sich dabei auf einzelne Eigenschaften oder die ganze Person beziehen.

Abzugrenzen ist das Selbstkonzept vom Selbstwertgefühl, obwohl die beiden Konzepte eng verwandt sind. Das Selbstwertgefühl allerdings bezieht sich eher auf die emotionale Ebene. Sie stellt eine positive oder negative Bewertung der eigenen Persönlichkeit (die Einstellung zu dir selbst) dar, die durch soziale Vergleiche positiv oder negativ verzerrt werden kann.

Das Selbstkonzept im schulischen Kontext

Im besonderen Fokus der aktuellen Forschung sind bereichsspezifische Selbstkonzepte, also die Selbstbeschreibung in einem bestimmten Bereich (z.B. schulbezogenes Selbstkonzept oder Selbstkonzept des Aussehens). Das schulische Selbstkonzept wir dabei auch Fähigkeitsselbstkonzept (FSK) genannt: Es ist der Teilbereich des Selbstkonzepts, der sich auf die Einschätzungen der Fähigkeiten bezieht und hat eine hohe Relevanz für die Pädagogische Psychologie.

Warum ist die Forschung zum Selbstkonzept so aktiv?

  • eine positive Bewertung der eigenen Leistungsfähigkeit beeinflusst die gezeigten Leistungen positiv (empirisch gesichert!)
  • die Vermittlung eines positiven Selbstbilds gilt als ein wichtiges Erziehungsziel, da das psychische Wohlbefinden davon profitiert

Interessant ist, dass beim schulischen Selbstkonzept zwischen dem mathematisch-naturwissenschaftlichen und dem sprachlich dominierten Selbstkonzept unterschieden wird. Dabei geht es um deine eigene Einschätzung und Bewertung, was deine Fähigkeiten und Begabungen im schulischen Kontext betrifft. Wichtig zu wissen ist, dass die Vorstellungen über die eigenen Fähigkeiten nicht immer ganz realistisch sein müssen. Sie können auch über- oder unterschätzt werden. Das Modell von Stiensmeiser-Pelster & Schöne (2008) zeigt die beiden Bereiche:

Das eigene Selbstkonzept beeinflussen

Ideal ist es natürlich, wenn sich die beiden FSK Bereiche gegenseitig positiv beeinflussen - wie das gerade in Fächern wie Biologie oder Geschichte oft der Fall ist.

Das oben beschriebene soziale Selbstkonzept ergibt zusammen mit dem Fähigkeitsselbstkonzept das gesamte Selbstkonzept einer Person.

So, und nun weißt du auch schon, was es mit dem Selbstkonzept auf sich hat.

Im nächsten Artikel berichten wir über weitere interessante Aspekte zu diesem Thema. Das Selbstkonzept kann nämlich beeinflusst werden und das kann sich auf den Lernerfolg auswirken - positiv und negativ!

Wie sieht dein schulisches Selbstkonzept aus? Wie erlebst du dich in verschiedenen Fächern? Was fällt dir leichter/schwerer? Kannst du Verbindungen herstellen? Versuche dabei erstmal positive oder negative Bewertungen wegzulassen - diese sind ja wie oben beschrieben dem Selbstwert zuzuordnen und daher getrennt zu betrachten.

Viel Spaß bei der Selbstanalyse :)

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Dieser Artikel wurde von Laura geschrieben und am Aug 17 2021 aktualisiert. Er enthält folgende Themen:
selbstkonzept psychologie vorstellung einschätzung eigenschaften bewertung