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Lernen mit Mobilgeräten: Mit diesen 10 Tipps klappt's

Mobile Endgeräte können das produktive Lernen unterstützen – sowohl zu Hause als auch ortsunabhängig. Dank spezifischer Funktionalität lässt sich Wissen zudem situationsbezogen nutzen und Inhalt in überschaubaren Einheiten abrufen. Hinzu kommt die intuitive Bedienbarkeit der mobilen Technologien, wodurch das Lernen komfortabler, abwechslungsreicher und interaktiver gestaltet werden kann.

Allerdings müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein, um den gewünschten Lernerfolg zu erzielen. Die Herausforderungen reichen von der Auswahl der technischen Ausrüstung und digitalen Tools bis zur Risikominimierung für digitale Ablenkungen. Mit den folgenden zehn Tipps nutzt du Tablet und Smartphone als effektive Lernhelfer.

1. Das Display im Fokus

In Verbindung mit einem klassischen Desktop-PC wird häufig ein Monitor mit mindestens 19 Zoll Bildschirmdiagonale verwendet, was rund 48 Zentimeter entspricht. Zum Vergleich: Standard-Tablets liegen bei 9 bis 12 Zoll. Hast du bislang am Computer gelernt und möchtest mobiles Lernen ergänzen und hierfür ein neues Tablet kaufen, solltest du die Bedeutung der Bildschirmdiagonale sowie der Bildqualität keinesfalls unterschätzen.

Eines der hochwertigsten Produkte am Markt ist derzeit das iPad Pro, das mit 11 und 12,9 Zoll sowie 120-Hz-Display erhältlich ist und nicht nur brillante Farben verspricht. Die Angabe Hertz (Hz) informiert über die Bildwiederholfrequenz – je höher der Wert, desto flüssiger wird die Bedienung wahrgenommen. Doch Apple lässt sich sein Flaggschiff im Tablet-Sortiment einiges kosten: Die große Ausführung verkauft der Technologiekonzern ab 1.199 Euro.

Da zum Lernen für das Mathe-Abi jedoch nicht die professionellste Ausstattung nötig ist, lohnt sich ein Blick auf alternative Modelle. Beste Beispiele sind das Galaxy Tab S7 FE und das Lenovo Tab M10 Full HD Plus. Beide Tablets sind deutlich günstiger und bieten dennoch ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Einige der derzeit größten Displays von Smartphones schaffen es auf 6,8 Zoll und mehr. Darunter das Samsung Galaxy S21 Ultra und das Xiaomi Mi 11.

2. Internetverbindung für Tablet-PCs klären

Bei Tablets muss außerdem die Internetverbindung geprüft werden, um Lerninhalte online abrufen und an Kursen teilnehmen zu können. Möchtest du das Mobilgerät ausschließlich zu Hause zum Lernen verwenden beziehungsweise überall dort, wo eine gute WLAN-Verbindung herrscht, genügt ein Gerät mit WiFi. Musst du beim Lernen unterwegs jedoch auf WLAN-Hotspots verzichten, ist ein Tablet mit SIM-Kartenslot erforderlich. „Die Hersteller bezeichnen die Funktion der integrierbaren SIM-Karte als LTE-Version ihrer Tablets“, erklärt der Ratgeberservice unter vergleich.org, wo die Fakten der besten Tablet-PCs gegenübergestellt wurden. „Mit einer Gratis SIM-Karte, einer Prepaid-Karte oder einer zusätzlichen SIM zu ihrem Mobilfunkvertrag können Sie sich überall mit dem Internet verbinden und in LTE-Geschwindigkeit surfen“, so die Erläuterung weiter.

3. Akku-Laufzeit und Gewicht

Ebenfalls wichtig ist die Akku-Kapazität der Mobilgeräte. Insbesondere dann, wenn du sie abseits zuverlässiger Energiequellen zum Lernen einsetzen willst, ist reichlich Akku-Laufzeit vorteilhaft. Damit bleibst du unabhängig und kannst deine Mathekenntnisse unterbrechungsfrei erweitern. Besondere Energiefresser sind Lernvideos. Die Nutzung der YouTube-App saugt Akkus von Smartphones und Tablets regelrecht leer.

Auch Gewicht und Maße der Geräte solltest du in die Kaufentscheidung einfließen lassen. Während ein großzügiges Smartphone kaum noch in eine Hosentasche passt und aufgrund des Gewichts abseits der Lernphasen lästig im Alltag sein kann, treibt ein großes Tablet das Gesamtgewicht deiner Schultasche in die Höhe. Willst du möglichst wenig tragen, kann auch dieses Kriterium eine Rolle spielen.

4. Pens, Tastaturen und Kopfhörer

Ob Tablet oder Smartphone: Beim Lernen mit Mobilgeräten ist eine Stiftunterstützung eine zentrale Produkteigenschaft. Die Touchdisplays sind zwar praktisch, beim Lösen mathematischer Aufgaben aber nicht immer die beste Lösung. Sind Tablets mit einem Stift (Pencil / Stylus) kompatibel, erleichtert das viele Lerneinheiten deutlich. Auch das Mitschreiben im Unterricht wird damit zum Kinderspiel. Beim Tablet kann zudem eine Tastaturunterstützung nützlich sein, wenn das Mobilgerät eine Art Ersatzcomputer für dich darstellt und vielfältig genutzt wird.

Gut zu wissen: Sind Stifte und Tastaturen für ein favorisiertes Tablet nur von Drittanbietern erhältlich, musst du hinsichtlich des Bedienkomforts oft Abstriche in Kauf nehmen. Modelle mit offiziellem Zubehör der jeweiligen Hersteller lassen sich intuitiver handhaben.

Denk auch an Kopfhörer für ungestörtes Lernen in Bus, Bahn oder Park! Empfehlenswert sind Noise-Cancelling-Kopfhörer, weil sie dank aktiver Geräuschunterdrückung auch laute Umgebungsgeräusche unterdrücken und deinen Fokus fördern.

5. Apps müssen bedarfsgerecht sein

Wie erfolgreich du mit deinem Mobilgerät lernst, hängt maßgeblich von den installierten Apps ab. Ob die kleinen Programme für unterwegs Mathe nachvollziehbar vermitteln und bei Algebra, Analysis, Trigonometrie und Co. Lernspaß versprechen, kannst du in Rezensionen von Nutzern nachlesen.

  • In der abiturma-App findest du den gesamten Abistoff systematisch aufbereitet – bundeslandspezifisch und angenehm portioniert in Einheiten.
  • Abirelevante Aufgabentypen werden durch Merksätze, Tipps und Videos verständlich erläutert.
  • In Kombination mit dem Kursbuch kannst du dich optimal vorbereiten.

Grundsätzlich sollte das Lernen auf Mobilgeräten Spaß machen und deinem Lernstil gerecht werden. Spielmechaniken kommen unter Abiturienten gut an. Informier dich über die verschiedenen Apps und deren Inhalt, um eine bedarfsgerechte Lernumgebung auf Smartphone beziehungsweise Tablet zu schaffen. Du lernst am liebsten mit Video-Inhalten, Quiz-Aufgaben und Lernkarten? Dann prüf die Inhalte auf entsprechende Angebote und vergleiche mehrere Applikationen!

6. Risikominimierung für digitale Ablenkungen

Insbesondere Smartphones sind mit erheblichem Ablenkungspotenzial verbunden. Schließlich sind auf den mobilen Endgeräten nicht nur Lern-Apps installiert, sondern auch soziale Netzwerke wie Instagram, Facebook und vieles mehr. Die Verlockung, zwischendurch Nachrichten zu checken, E-Mails abzurufen oder im Internet zu surfen, ist groß. Um produktiv zu lernen, solltest du während festgelegter Lerneinheiten alle Benachrichtigungen deaktivieren. Zudem kannst du bei vielen Mobilgeräten ein Zeitlimit für bestimmte Apps festlegen und die Nutzung zur Selbstkontrolle einschränken.

1. Aufnahmen zunutze machen

Neben den individuell zu arrangierenden Apps bieten Mobilgeräte viele allgemeine Funktionen, die dich beim Lernen unterstützen. Als Beispiel dient die Aufnahmefunktion, womit du Erlerntes aus Lektionen einsprechen und abhören kannst. Auch Merksätze und persönliche Eselsbrücken kannst du auf diese Weise schnell und einfach speichern. Die Audio-Aufnahmen ergänzen schriftliche Inhalte, Video-Formate und Lernspiele um ein akustisches Element.

2. Lösungen als Video speichern

Du löst eine komplexe Aufgabe und willst den Lösungsweg später erneut studieren, um die Vorgehensweise zu vertiefen? Nimm dich auf Video auf und sprich deine Gedankengänge laut aus! Oft sind persönliche Dokumentationen beim Einprägen der Lösungen besonders effektiv, weil sie im eigenen Tempo schrittweise erarbeitet werden.

3. Chats, Dropbox und mehr

Du willst dich mit Gleichgesinnten austauschen, Fragen stellen oder Dokumente mit anderen teilen? Dann ergänzen weitere Apps wie Dropbox und WhatsApp die konkreten Kurse und Mathematik-Apps. In WhatsApp-Gruppen kannst du dich zum Beispiel mit Klassenkameraden über Aufgaben austauschen und Cloud-Storage-Dienste wie Dropbox ermöglichen das bequeme Teilen von Dateien.

4. Mobiles Lernen realistisch planen

Das Lernen auf mobilen Geräten hat trotz der zahlreichen Vorteile Grenzen. Es ist ideal als spielerische Ergänzung, kann alternative Kursformate zum Aneignen komplexer Zusammenhänge jedoch nicht ersetzen. Plan deine mobilen Mathe-Trainingseinheiten deshalb sinnvoll als ergänzendes Übungswerkzeug!

Weiterführende Informationen

Der Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche Bitkom hat Anfang Januar 2022 die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter 900 Zehn- bis Achtzehnjährigen veröffentlicht. Demnach wünschen sich 38 Prozent aller Befragten den Einsatz von Smartphones im Unterricht. Alles Weitere in der Pressemeldung unter bitkom.org zum Nachlesen.

Bilder Pexels: Charlotte May / Keira Burton

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